Das Druidentum der Kelten

Heutzutage gilt vor allem dem keltischen Glauben und der Religionsform des Druidentums das größte Interesse dieser vorzeitlichen Kultur. Doch was sind die Druiden?

Die Druiden kannten und bewahrten die religiösen und kulturellen Traditionen der Kelten. Man vermutet, dass die Druiden ihre Lehren durch Gesänge in Versform weitergaben (Barden). An einen Druiden wurden höchste Anforderungen gestellt. Er war der Herr der magischen Gesänge und ihm gebührte das Amt des Sehers, der es vermochte im Buch des Schicksals zu lesen.
Aus antiken Qullen geht hervor, daß Druiden auch als Botschafter ihrers Volkes dienten und zu Kriegszeiten mit ihrem religiösen Rat zur Seite standen. Nicht zu vergessen ist jedoch auch die Funktion des Heilkundigen, wobei die Pflanzenform der Mistel eine besondere Stellung einnahm. Sie durfte nur im weißem Gewand mit einer goldenen Sichel geerntet werden, und galt als Allerheilmittel.

Julius Cäsar beschreibt in seinen Aufzeichnungen „Der Gallische Krieg“ die Druiden wie folgt:
„In ganz Gallien gibt es zwei Klassen von Menschen, die Geltung und Ehre genießen. Die eine Klasse ist die der Druiden, die andere die der Equtes. Die Druiden versehen den Götterdienst, besorgen die öffentlichen und privaten Opfer und legen die Religionssatzung aus. Bei ihnen finden sich junge Männer in großer Zahl zur Unterweisung ein, und sie genießen hohe Verehrung, denn sie entscheiden bei fast allen Streitigkeiten“...


Somit dienten die Druiden auch als Herren der Rechtssprechung, als Richter und Schlichter und als Hüter des Wissens.