Vielen Leuten scheinen die „Kelten“ nur durch Asterix und Obelix ein Begriff zu sein. Dabei handelt es sich bei ihnen nicht nur um ein kleines gallisches Dorf in der Bretagne. Vielmehr zählen die Kelten zu den großen Völkern der Vorgeschichte. Längst bevor Rom die Welt eroberte bewohnten keltische Stämme ein riesiges Gebiet in Europa. Sie lebten nicht nur wie man heute vielleicht fälschlich meinen könnte in Irland, Wales und der Bretagne, sondern erstreckten sich von Spanien und Frankreich bis Süddeutschland und weiter.
Die Schwierigkeit die sich immer mit der Geschichte der Kelten ergibt, ist das es nur sehr wenig schriftliche Überlieferungen gibt. Das Volk das wir heute als „die Kelten“ kennen, ist in den antiken Quellen keineswegs einheitlich so genannt worden. Die Bezeichnungen reichten von „Keltoi“ bis „Celtae“ von „Galater“ bis „Gallier“. Ebenso ist die Entstehung dieser Begriffe nicht genau bekannt.
Das Aussehen der Kelten
Zum Aussehen der Kelten gibt es verschiedene antike Zeugnisse. Das oben Abgebildete Fürstenpaar soll eine Nachstellung eines Fürstenpaares zeigen. Es wurde aufgrund verschiedener Fünde rekostruiert.
Heute würde man die Kelten wahrscheinlich als „Punker mit Knebelbärten“ bezeichnen. Sie behandelten ihr blondes Haupthaar mit Kalkwasser und strichen es sich senkrecht aus der Stirn. Durch dieses Ritual wurde das Haar immer dicker und glich einer Pferdemähne. Viele hatten riesige Knebelbärte und erinnern uns somit doch wieder an Asterix und seine Freunde. Die keltischen Frauen werden als groß und stark beschrieben, sie kämen in gewisser Weise ihren Männern gleich.
Mythologie und Keltenkult
Das meiste öffentliche Interesse gilt heutzutage den religiösen Vorstellungen der Kelten. Hierbei geht es im einzelnen um die Göttervielfalt und die Druiden der Kelten. Die Druiden kannten und bewahrten die religiösen und kulturellen Traditionen der Kelten. Sie hatten ein besonderes Ansehen als Denker, Richter, Wahrsager, Astronom, Heilkundiger und Gottesmittler.
Auch heute finden sich in weiten Teilen Europas noch druidenorden zusammen. An Kultstätten wie Stonehenge oder Avebury celebrieren sie zu keltischen Festen wie Beltane, Tages und Nachtgleiche ihre rituellen Feiern.