(fée = Fee, lat: fatum = Schicksal, banshee = Todesfee)
Es ist wohl jedermann bekannt, dass es gute, aber auch böse Feen gibt. Die englische Banshee ist eine Todesfee. Sie wird auch als die Frau der Feen oder die Frau aus den Hügeln bezeichnet. In der keltischen Mythologie kündigten die Todesfeen mit ihren Wehklagen einen bevorstehenden Tod an, und verkörperten die Unterwelt. Ihre Anführerin ist Áine, die Verstorbene auf ihrem Weg in die Unterwelt begleitet und auch Beschützerin des ungeborenen Menschen ist.
In vielen Märchen ist aber auch die Rede von guten Feen. Meist handelt es sich hierbei um ein hübsches weibliches Wesen, welches mit ganz besonderen Zauberkräften ausgestattet ist. Aus dem heidnischen Priesterinnenkult entstand die Annahme, dass sie im Jenseits, in ihrem eigenen Feenreich leben und in das Schicksal der Menschen einzugreifen vermögen. Dass der Epos der Feen auch heute noch weiter lebt, kann man sehr gut am Beispiel der Zahnfee erkennen. Dieser Brauch, wird heute noch unseren Kindern vermittelt.
Auch in der Artussage steht die Fee im Mittelpunkt, denn ohne Morgane le fay, würde sich die Geschichte um Artus und die Ritter der Tafelrunde wohl anders gestalten. Die Feen im Wald von Brocéliande bilden einen weiteren Bestandteil. Im Spiegelsee Miroir aux Fées oder im Val sans Retour sind heute noch die Spuren deutlich zu erkennen. Denn wer einmal dort war, kann sich sehr gut vorstellen, wie es wohl sein mag, wenn man durch den dichten Wald streift und auf einmal auf die Geschöpfe der anderen vielleicht noch romantischeren Welt stößt.